Eigentlich wollten wir ja über Digitalisierung reden, aber die Dinge laufen dann meistens doch anders als gedacht. Hört in die erste Episode von „Chaos und Gebrabbel“ herein, um zu erfahren was wir dazu zu sagen haben und wie es ist erwachsen zu werden.
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28. Januar 2019
Chaos und Gebrabbel - Erwachsen werden
Eigentlich wollten wir ja über Digitalisierung reden, aber die Dinge laufen dann meistens doch anders als gedacht. Hört in die erste Episode von „Chaos und Gebrabbel“ herein, um zu erfahren was wir dazu zu sagen haben und wie es ist erwachsen zu werden.4. Oktober 2018
Geißel der Zeit - Episode 3: Musik
Geißel der Zeit soll eine Kolumne sein, von der wöchentlich ein neuer Teil erscheinen und einen anderen Abschnitt unserer heutigen Gesellschaft beleuchten soll. Die Aussagen sollen keine Wertung darstellen und spiegeln lediglich die Meinung des Autors wieder. Die Inhalte sind bewusst provokativ formuliert und sollten daher nicht zu ernst genommen werden. Es darf in der Kommentarsektion kräftig über die Themen diskutiert werden.
Wenn man heutzutage Musik im
Radio hört oder wo man auch immer sie wahrnimmt stört man sich vielleicht
daran, dass die Musik immer ähnlicher klingt. Und wenn man dann älter wird hat
man das Gefühl, das die Musik die von der jüngeren Generation gemocht wird,
immer simpler wird. Und man fragt sich was alle daran so toll finden und warum
man scheinbar der Einzige ist, der es
schlecht findet.
Aber tatsächlich ist zumindest
das Phänomen der immer ähnlich klingenden Musik gar nicht so falsch.
Neuzeitliche Phänomene wie der Millenial Whoop sind nachweisbar. Und bei
weiterer Forschung findet man sogar heraus, dass ein Großteil der Songs die es
in die Hitlisten schaffen, gar nicht von denen komponiert wurden, die sie singen,
sondern von Songwritern wie Max Martin. Tatsächlich ist er nicht ein zufällig
genannter Songwriter sondern mit vielen anderen Komponisten, schuld an einem
Großteil der heutigen Hits. Da ist es auch kein Zufall mehr, dass sich die
Musik großflächig gleich anhört und die gleichen Merkmale aufweist.
Aber auch bei vielen Künstlern
die ihre Musik selbst komponieren, kommt es immer wieder zu gleichen Motiven.
Heutzutage lässt sich ja jeder Musikstil in irgendein Genre drängen. Immer
wieder erstaunt es mich, mit welcher Leichtigkeit Menschen sich gegenseitig den
Klang von Musik beschreiben können, in dem sie einfach einen Genrenamen nennen.
Tatsächlich geben diese Namen auch immer eine ziemlich gute Beschreibung dessen
ab, wonach die Musik dann klingt. Dabei sollte es gar nicht möglich sein Musik
so detailliert und vor allem so kurz mit Worten zu beschreiben. Deshalb ist es
ja Musik. Das macht im Umkehrschluss die Musik völlig überflüssig.
Jede Generation entwirft ihr
großes Genre, ob Jazz, Rock, Hip Hop alles hatte seine Zeit. Und logisch
betrachtet, muss es immer einzelne Menschen oder Gruppen gegeben haben, die ein
Genre oder einzelne Bestandteile dessen erfunden haben. Danach haben es
tausende kopiert. Einzelne verwirklichen zwar ihren eigenen Stil, aber folgen
immer den großen Regeln des Genres.
Immer wenn sich ein Künstler
einem Genre hingibt, ist er darin verloren. Die Fans wollen immer nur das von
ihm hören, aber außerdem begeben sich die meisten Musiker gar nicht aus ihrem
Genre heraus. Sollte das nun mangelnde Kreativität oder Kommerz sein,
jedenfalls sollte die Musikindustrie nicht so einfach in Schubladen zu stecken
sein, wie sie es derzeit ist. Ein Künstler, sollte seine Musik nicht in ein
Genre zwängen, sondern die Genre allenfalls als Stilmittel sehen. Eigentlich
dürfte sich ein Musiker der sich Künstler nennen will, gar nicht erst in ein
Genre zwängen lassen. Denn wenn man die Klänge nicht wirklich mit Worten beschreiben
kann und sie dennoch eingängig sind oder berühren, also dennoch als Musik
bezeichnet werden können, erst dann werden sie zur Kunst. Im Grunde sollte also
entweder jeder Künstler sein eigenes Genre entwickeln oder aber oft zwischen
Genres variieren. Kaum jemand macht das.
Das Problem ist hierbei
wahrscheinlich die abgewandelte Natur unserer Musik. Wir nehmen immer bestimmte
Schemata in der Musik wahr und vergleichen ständig. Wenn also jemand ein
Musikstück schreibt, dann wird er immer in diese altbekannten Muster verfallen.
Angefangen beim meist genutzten Schema Strophe-Refrain-Strophe, oder eben der
Viervierteltakt. Schon wenn man diese einfachen Muster abwandelt, hebt man sich
von der Masse ab. Es hinterlässt einen faden Beigeschmack, dass kaum ein
Musiker darauf kommt, hier Abwechslung walten zu lassen.
Labels:
2018,
Catharsis,
Gesellschaft,
Hits,
Künstler,
Millenial Whoop,
mp3,
Musik,
Noten,
Radio
12. Januar 2018
Geißel der Zeit - Episode 2: Mode
Geißel der Zeit soll
eine Kolumne sein, von der wöchentlich ein neuer Teil erscheinen und einen
anderen Abschnitt unserer heutigen Gesellschaft beleuchten soll. Die Aussagen
sollen keine Wertung darstellen und spiegeln lediglich die Meinung des Autors
wieder. Die Inhalte sind bewusst provokativ formuliert und sollten daher nicht
zu ernst genommen werden. Es darf in der Kommentarsektion kräftig über die
Themen diskutiert werden.
Drehen wir die Zeit etwas
zurück. Im Mittelalter war es nicht üblich, dass man auf die Straße
ging und jemanden traf, der dieselben Schuhe, Hosen oder Hemden trug
wie man selbst. Es war üblich sich selbst seine Sachen aus dem
anzufertigen, was man hatte, oder sie sich weben zu lassen. Später
übernahm der Schneider dieses Amt. Heutzutage haben Textildiscounter
oder große Modeketten Einzug in unser Leben gefunden und heutzutage
ist es viel schwieriger aus der Menge herauszustechen. Wenn man auf
die Straße geht, trägt vielleicht nicht jeder exakt dieselbe
Kleidung, aber die Kleidung folgt immer dem gleichen Stil, oder wie
man sagt der Mode.
Das Angebot ist gefühlt
viel größer, aber eigentlich ist es schmaler. Man hat nicht so eine
große Auswahl im Modegeschäft wie man glaubt. Die Auswahl
beschränkt sich auf vielleicht 10 Kleidungsstücke pro Art in 100
Größen, aber von nur einer Modegattung. Die Discounter geben in
gewisser Weise unseren Geschmack vor. Ich erwische mich selbst auch
häufig dabei, Leute zu beschmunzeln, weil ihr Kleidungsstil nicht in
die Mode passt. Dabei sollte man eigentlich froh sein, dass es noch
Ausreißer gibt. Der Individualismus wird auf jeden Fall durch
Modeketten eingeschränkt. Schon der Begriff Modekette ist eigentlich
eine Unart an sich. Einerseits die Kette die wohl kaum Mode machen
sollte. Andererseits ist Mode auch Geschmacksabhängig. Aber der
Geschmack wird immer nur geprägt von dem was man sieht. Die meisten
Leute möchten sich wohl keine Gedanken über ihr eigenes äußeres
machen und das muss ja auch Niemand, aber die immer gleichen
Identitäten unterwegs zu sehen ist schon irgendwie langweilig. Wo
ist unsere viel gelobte, neu gewonnene Individualität ?
Dieses genannte Phänomen
beschränkt sich nämlich nicht nur auf die Kleidung, sondern
mittlerweile z.B. auch auf Frisuren. Wenn ich zum Friseur gehe, fällt
mir die Auswahl schwer, da ich eigentlich nicht so aussehen will wie
alle anderen, aber irgendwie gibt es auch nicht so viele andere
Frisuren (also wenn sie nicht total absurd aussehen sollen...) und
irgendwie will man ja auch modern aussehen. Und rebellisch. Aber das
ist man irgendwie dann gerade nicht. Wenn alle rebellisch sind, ist
dann noch jemand rebellisch ? Irgendwie nicht. Gut wir reden vom
Aussehen. Handeln ist was anderes, denn das macht heutzutage keiner
mehr.
Also drückt diese
Eintönigkeit im Aussehen irgendwie eine Belanglosigkeit aus ? Keine
Sorge, das soll kein Angriff auf irgendjemanden sein. Jede Generation
hatte ihren Stil und Abwechslung war irgendwie schon immer verpönt.
Darüber hinaus muss man ja auch nicht nach etwas aussehen um etwas
zu verkörpern. Viel mehr bestimmen die Handlungen, was man ist. Nur
sehe ich immer öfter Modeticks, die ich nicht verstehe. Kleidung die
total hässlich ist und plötzlich von jedem getragen wird, was sie
per Definition zur Mode macht. Ich hatte mit der Eintönigkeit kein
Problem, wenn der Stil immer akzeptabel ist. Ich habe auch nichts
gegen ausgefallen Mode (oben angesprochene Individualität), aber
wenn plötzlich jeder mit solchen Sachen rumläuft, die ich nicht
mindestens normal finde, bin entweder ich derjenige mit der
Geschmacksverirrung oder alle anderen rennen blind einem Trend
hinterher. Dann wird Individualismus wieder zu Konformität. Es geht
einfach nicht in meinen Schädel rein, wie Leute blind solchen
vermeintlichen Moden hinterherlaufen können. Und ganz nebenbei
verstehe ich nicht, wer solche Trends in die Welt setzt. Auf
Modenschauen sieht man manchmal so obskures Zeug, das (Geschmack hin
oder her) nicht nur nicht schön, sondern im Alltag auch untragbar
ist. Und die Modeschöpfer verdienen nun wie Anerkennung dafür ? Ich
weiß nicht ob Modeschöpfung eine Kunstform ist oder sein sollte.
Primär sollte Kleidung eine Schutzfunktion haben. Darüber hinaus,
sollte sie gut aussehen oder manchmal meinetwegen eine Botschaft
haben. Wenn die Kleidung beides nicht erfüllt, dann kann man hier
weder von Handwerk noch von Kunst reden.
Ich weiß jetzt auch
nicht wie ich mich aus diesem Gedankensalat wieder hinaus manövriere.
Vielleicht gehe ich jetzt erstmal meine eigene Kollektion entwerfen
oder so...
5. Januar 2018
Geißel der Zeit - Episode 1: Wertsetzung
Geißel der Zeit soll
eine Kolumne sein, von der wöchentlich ein neuer Teil erscheinen und einen
anderen Abschnitt unserer heutigen Gesellschaft beleuchten soll. Die Aussagen sollen
keine Wertung darstellen und spiegeln lediglich die Meinung des Autors wieder. Die
Inhalte sind bewusst provokativ formuliert und sollten daher nicht zu ernst
genommen werden. Es darf in der Kommentarsektion kräftig über die Themen
diskutiert werden.
Wenn man sich das Grundgesetz von Deutschland einmal
durchliest, dann ist das erste worauf man stößt wahrscheinlich der Artikel 1:
Die Würde des Menschen. Auf diesen Grundsätzen ist unsere Gesellschaft
aufgebaut. Und die EU und die UN und viele andere Organisation orientieren sich
an solchen Werten. Das ist ja auch richtig so. Jeder Mensch ist gleich viel
wert. Jeder Mensch sollte mit Würde behandelt werden. Denn schließlich war das
nicht immer so. Menschen wurden versklavt, mussten zu Hungerlöhnen, in
menschenunwürdiger Länge arbeiten, Kinder mussten sich die Hände wund schürfen
und ethnische Minderheiten wurden verfolgt. Zum Glück ist das heute anders.
Eigentlich jedoch komisch, dass sich unsere Welt nun doch so
entwickelt hat, aber froh können wir darüber sein oder ? Würden wir immer noch
in Monarchien oder Diktaturen leben, würde sich keiner um den Menschen hinter
der Arbeitskraft kümmern. Gut, der ein oder andere tut das immer noch, aber
halt im Rahmen des Gesetzes. Unsere Werte sind also an unsere Natur angepasst.
Keiner kann den ganzen Tag arbeiten. Keiner kommt ohne Essen und ohne Schlaf
aus.
Jedoch vergessen wir über den ganzen Luxus den wir in
relativ kurzer Zeit vor gerade erst etwas mehr als 100 Jahren erworben haben,
dass noch nicht alle Schattenseiten beseitigt sind. Von unserer Bundeskanzlerin
werden wir mit den Worten "Uns geht es doch gut" besänftigt. Eine
Aussage, die meiner Ansicht nach überhaupt nicht in Ordnung ist. Schon gar
nicht von einem/einer Politiker/in. Solche Aussagen, machten vielleicht
Herrscher vor tausenden Jahren, um die Unterdrückung ihrer Untertanen zu rechtfertigen. Denen ging es aber gar nicht gut. Und nur weil es uns besser als schlecht geht,
geht es uns vielleicht noch lange nicht gut. Keiner wird mehr unterdrückt, oder
muss Hungerleiden u.ä., aber noch ist nicht alles beseitigt. Wenn unsere
Gesellschaft auf menschlichen Werten aufgebaut ist, warum fehlt ihr dann die
letzte Konsequenz ?
Immer wieder liest und hört man von Berichten und
Enthüllungen, wie Arbeitnehmer schlecht behandelt werden und/oder Löhne an der
unteren Lebensgrenze bekommen. Sie reichen um zu überleben, aber mehr nicht.
Ist das ein Leben in Würde ? Damit die reichen Leute ihre Produkte billig
einkaufen können ? Damit die Kunden die kein Verständnis für eine körperlich
anstrengende Arbeit haben, diese Menschen den ganzen Tag herum schubsen können
? Damit die Milliardengewinne der Eigentümer noch höher ausfallen ?
Glücklicherweise wurden die Werte in unserer modernen Gesellschaft richtig
verteilt, aber bemerkt sie selten.
Wahrscheinlich gibt es noch viele Andere Beispiele dafür,
jedoch erkennt man diese erst wenn man danach sucht. Genau diese Tatsache macht
das Uns-geht-es-doch-gut-Argument erst möglich. Wahrscheinlich wird deshalb,
wohl auch der ein oder andere Leser denken, dieser Eintrag ist nur Gejammer auf
hohem Niveau. Aber denjenigen sei gesagt: Nur weil es uns gut geht, ist das
doch kein Grund zu stagnieren. Warum wird sich mit der Verbesserung der
Gesellschaft so viel Zeit gelassen ? Ich bin mir sicher, dass man dem 19.Jahrhundert als Unbeteiligter auch nicht die Kinderarbeit angesehen hat, wenn man nicht wusste wo man sie findet...
Ein böser Schelm könnte hier von Absicht
sprechen. Vielleicht wollen diejenigen die davon profitieren, dass es so
bleibt. Vielleicht ist aber alles auch nur Zufall, weil es gerade etwas
wichtigeres zu tun gibt. Es kann ja gut und gerne sein, dass es etwas
wichtigeres zu behandeln gibt, als das was in unserer Verfassung an erster
Stelle steht…
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